Arbeitslehre Gartenbau

Seit dem Schuljahr 2005/2006 wird im Rahmen des Unterrichtsfachs Arbeitslehre der Bereich Gartenbau angeboten. Hier werden den teilnehmenden SchülerInnen die verschiedenen Gartengeräte und ihre Handhabung nahegebracht. Sie erhalten grundlegende Kenntnisse in den Bereichen Bodenbearbeitung, Aussaat und Pflege. Die SchülerInnen lernen neben verschiedenen Obst- und Gemüsesorten auch unterschiedliche Kräuter und Blumen kennen. Sie beschäftigen sich mit Schädlingen und Nützlingen, legen zu geeigneter Zeit Vorkulturen an, setzen Stecklinge und ernten reifes Obst und Gemüse. Im Herbst werden Adventsgestecke aus Naturmaterialien angefertigt und verkauft.
Bei jedem Themenblock steht am Anfang eine theoretische und praktische Einführungsphase. Danach arbeiten die SchülerInnen selbständig in den verschiedenen Bereichen. Sie werden mit fortlaufender Tätigkeit zunehmend sicherer und eigenständiger. Ihr Selbstvertrauen steigt.
Zu den im Vordergrund stehen Zielen zählen:
-Das Erkennen von notwendigen Arbeiten
-die adäquate Durchführung der anfallenden Arbeiten
-die Hinführung zu selbständigem Arbeiten

Hieraus lassen sich folgende Förderziele ableiten:

Förderung der Konzentrationsfähigkeit durch die erforderliche Aufmerksamkeitsspanne.
Förderung der Kooperation und des kooperativen Lernens durch den Aspekt des gemeinsamen Tuns.
Förderung der Selbständigkeit durch die Planung und Bearbeitung eigener Arbeitsfelder.
Förderung des Zutrauens in die eigenen Fähigkeiten und des Selbstwertgefühls durch Erfolgserlebnisse.
Förderung der Kritikfähigkeit durch die angeleitete konstruktive Auseinandersetzung mit Verbesserungsvorschlägen.
Förderung der Frustrationstoleranz durch konstruktive Kritik und die Notwendigkeit sich und seine Wünsche immer mal wieder zurücknehmen zu müssen zu Gunsten des Gesamtprojektes.
Förderung der Ausdauer und Arbeitshaltung durch ansprechende, motivierende Inhalte.
Förderung der Selbsteinschätzung und -kontrolle durch die gemeinschaftliche Überprüfung der Arbeitsergebnisse in der Gruppe.

Um die Sicherheit der SchülerInnen im Umgang mit Gartengeräten wie z.B. dem Rasenmäher zu gewährleisten und eine permanente Anleitung und Begleitung bei arbeitsteiliger Vorgehensweise sicher zu stellen, ist eine Doppelbesetzung dieses Arbeitslehrebereiches notwendig und sinnvoll.

 
zum Seitenanfang / Unterricht Mittelstufen-AG
Praxisklasse
Berufsorientierung
Handwerker im Unterricht
Arbeitslehre Gartenbau
Abschlüsse
 
Mittelstufen-AG

Nicht immer können alle AGs angeboten werden. Zur Zeit werden Musik, Fußball, Kunst, Streitschlichter-Ausbildung und Fitness als Arbeitsgemeinschaften angeboten. Aber das kann sich auch wieder ändern...

Musik-AG
: Hier werden den teilnehmenden Schülern die vorhandenen Musikinstrumente nahegebracht. Die Schüler erlernen den Aufbau der Instrumente und den Umgang mit ihnen. Es handelt sich hierbei um Rhythmusinstrumente, akustische Gitarren, E-Gitarren, Schlagzeug, Keyboard und E-Bass.

Kunst-AG: Hier haben die Schüler die Möglichkeit, ihre künstlerischen, phantasievollen und kreativen Ideen unter Anleitung umzusetzen. Die teilnehmenden Schüler arbeiten sowohl an gegenständlichen Themenstellungen (Gestaltung von Bildern und Plastiken), als auch an abstrakten Themenstellungen (Arbeiten zum Thema Piet Mondrian).

Die Fußball-AG, bei der Schüler der Mittelstufe vertreten sind, geht über den eigentlichen Sportunterricht hinaus und soll bei den Teilnehmern das große Interesse und den Spaß am Fußballspiel abdecken.

Theater-AG: Hier werden mit den teilnehmenden Schülern Sprechübungen, Mimik- und Gestikübungen und das Hineinversetzen in verschiedene Stimmungen und Rollen eingeübt. Die Aufführung am Ende des Halbjahres zu gestalten ist das große Ziel.

Koch-AG: Hier bereiten die Schüler zunächst kleinere und zunehmend größere Speisen zu. Elementare Küchenabläufe, das gemeinsame Essen sowie Vor- und Nachbereitung stehen hier im Mittelpunkt.

Schwimm-AG: Sicherheit und Ausdauer im Schwimmen zu erlangen sind Mittelpunkt dieser AG. Neben dem Erwerb von Schwimm-Nachweisen kommt aber auch der Spaß im Wasser und vor allem das Springen nicht zu kurz.

Tanz-AG: Es werden verschiedene tänzerische und schauspielerische Ausdrucks- und Bewegungsformen geübt, die in einem Tanztheaterstück münden. Dabei werden vorrangig Formen des Ausdrucktanzes genutzt, aber auch moderne Tanzrichtungen wie HipHop, Jazz-Dance und Modern Dance aufgegriffen. Bei der Entwicklung und Umsetzung des Tanzstückes werden die Schülerinnen und Schüler in kreativen und Kooperierenden Gestaltungsprozessen beteiligt. Als besonderes Ziel kann die Präsentation des Tanzstückes angesehen werden.

Fitness-AG: Walken, Joggen, Laufspiele stehen im Vordergrund. Alles was fit und Spaß macht passt in dieses Fach.

nach oben
 
Unser Kind lernt im Handeln und Selbsterleben

Diese Feststellung machen manche Eltern im Laufe des Schulbesuchs ihrer Kinder.
Am liebsten arbeiten die Kinder ohne Bücher, Texte, Hefte und Schreiben - bemerken auch die Lehrer.

Die Tersteegen-Schule bietet mit der Praxisklasse eine Unterrichtsstruktur an, in deren Zentrum die handelnde Auseinandersetzung mit den Lerninhalten steht. Die Schüler dieser Klasse arbeiten - noch intensiver als in den anderen Klassen - in Projekten. Der Unterricht verbindet darin Themen der Fächer (Deutsch, Mathe, Geschichte, Physik ...).Die Schüler bekommen das gleiche Zeugnis wie die anderen Schüler. Sie erreichen ebenso die gleichen Abschlüsse.


 
Berufsorientierung

Arbeitslehre


Zentraler Inhalt des Unterrichtes in der Oberstufe
(Klasse 7 - 10) ist der Arbeitslehreunterricht.
In klassenübergreifenden Gruppen werden alle Schüler
an die verschiedenen Arbeitsfelder herangeführt.
Der Unterricht findet vor allem praxisorientiert in den
nachfolgenden Bereichen statt:
- Schulgarten
- Schülerkiosk
- Metallwerkstatt
- Küche / Hauswirtschaft
- Textilwerkstatt
- Holzwerkstatt

Praktikum

Die Schüler absolvieren in Klasse 9 und 10 ein jeweils
3-wöchiges Betriebspraktikum in ortsansässigen
Mülheimer Firmen. In Klasse 10 schließt sich daran nach
Möglichkeit ein ganzjähriges Tagespraktikum im Betrieb an.


Stiftung Partner für Schule

Seit drei Jahren werden wir von der Stiftung „Partner für Schule NRW" finanziell unterstützt.

Im Schuljahr 2007/08 haben wir uns erstmalig um die Teilnahme um sogenannte Module zur Berufsorientierung beworben.

Aktuell im Schuljahr 2009/10 haben wir uns für das Modul „vertiefte Berufsorientierung an Förderschulen" beworben. Die jetzige Klasse 7 wird nach den Sommerferien als Klasse 8 an dieser Maßnahme teilnehmen.

mehr zur Stiftung Partner für Schule

nach oben

 
Handwerker im Unterricht

Die Tersteegen-Schule besitzt gut ausgestattete Fachräume für den Werkunterricht. Schon frühzeitig versuchen wir erste Orientierungen in handwerklichen Bereichen zu geben.
Im Rahmen der OGS können die Schüler unter der Anleitung vom Tischlermeister Herr Strohschein erste Erfahrungen im Umgang mit dem Werkstoff Holz machen und kleine Produkte herstellen. Herr Roubi, unser Schulsozialarbeiter und Restaurator von alten Motorrädern betreibt mit interessierten Mädchen und Jungen eine Schrauberwerkstatt. Zur Zeit werden die Seifenkisten für das nächste Rennen im September auf Vordermann gebracht. Beim Umgang mit Flex und Schweißgerät fliegen die Funken.
Seit einem Jahr kommt Herr Henning, Tischler, an unsere Schule.
Im Rahmen von Unterrichtsprojekten begleitet Herr Henning Klassen mit KlassenlehrerIn in der Werkstatt und produziert Eisbären, repariert Schränke oder arbeitet am Gartenhaus mit.
Im Rahmen individueller Förderung arbeitet Herr Henning mit Kleinstgruppen an größeren Projekten. In dieser Gruppe sind häufig Schülerinnen und Schüler, die versuchen, die regulären schulischen Anforderungen zu meiden.
Sehr positiv ist die langfristig implementierte Beschäftigung der Handwerker in der Tersteegen-Schule. Ein Handwerker hat einen „anderen Status" als ein Lehrer. Er ist für Schüler häufig glaubwürdiger als Fachmann. Ein Handwerker „im Blaumann" erfährt bei Schülern häufig eine ganz andere Akzeptanz, da sie ihm eine größere Fachkompetenz zuschreiben, deren Ratschläge werden von den Schülern eher angenommen.
Die Vermittlung von Basiskompetenzen erhält so ein viel größeres Gewicht. Man glaubt einem Menschen, der selbst in einem Betrieb gearbeitet hat einfach mehr. Diesen Umstand wollen wir neben den fachlichen Kompetenzen, die Herr Strohschein und Herr Henning mitbringen, auch weiterhin an der Tersteegen-Schule nutzen.

Perspektive:
Trotz des günstigen Umstandes, dass wir fünf Arbeitslehrebereiche durch Lehrkräfte besetzen können, bleiben Lehrer Lehrer.
Ziel soll nicht sein, die Lehrer im Arbeitslehreunterricht durch Handwerker zu ersetzen sondern sie vielmehr zu ergänzen. Lehrer könnten ihre bisherigen Aufgaben schon in niedrigeren Klassen wahrnehmen. Die Handwerker übernehmen in einer höheren Klasse wichtige Aufgaben, immer im Austausch und in Kooperation beider Professionen.
Die Handwerker wären möglicherweise auch ein zusätzliches Bindeglied zwischen den Praktikumbetrieben und der Schule.
zum Seitenanfang
 
 
Abschlüsse

Zwei häufig gestellte Fragen vieler Mütter und Väter sind:

Welchen Schulabschluss kann mein Kind an der Tersteegen-Schule bekommen?
Welche Möglichkeiten hat es mit diesem Abschluss auf dem Arbeitsmarkt?

An der Tersteegen-Schule können die Schülerinnen und Schüler folgende Schulabschlüsse machen:
- Förderschulabschluss
- Hauptschulabschluss nach Klasse 9


...und wie geht es weiter?

Plan A: Berufsorientierungsmaßnahme:

Unmittelbar nach der Schule gehen kaum Schüler unmittelbar in eine Ausbildung.
Unsere Schulabgänger benötigen in der Regel weitergehende Unterstützung. Daher absolviert ein Großteil der Schulabgänger eine einjährige Berufsorientierungsmaßnahme. Diese findet bei einem Bildungsträger statt. In unserer Region sind das beispielsweise die Berufsbildungswerkstatt (BBWe) in Mülheim oder das ZAQ in Oberhausen. Diese Maßnahmen werden durch die Bundesagentur für Arbeit finanziert.

Plan B: Berufskolleg

Eine weitere Möglichkeit kann bei geeigneten Schülerinnen und Schüler der Besuch eines Berufskollegs sein. Dies sollte aber nur dann geschehen, wenn auf Grund des Sozial-, Lern- und Arbeitsverhaltens die Aussicht besteht den regulären Hauptschulabschluss zu erwerben.

Wir können heute guten Gewissens sagen, das jede Schülerin oder jeder Schüler, der die Termine bei der Berufsberatung wahrnimmt, einen Platz in einer Berufsorientierungsmaßnahme oder am Berufskolleg bekommt. Somit ist gesichert, dass alle Schülerinnen und Schüler wissen, wie es nach der Schule auf ihrem Weg in den Beruf weitergeht.
zum Seitenanfang / Unterricht